Anlytha

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Anlytha war eine Humanoide unbekannter Volkszugehörigkeit. Sie wurde die ständige Begleiterin des Kosmischen Kundschafters Algonkin-Yatta.

A334 1.JPG
Atlan 334
© Perry Rhodan KG, Rastatt

Erscheinungsbild

Sie war nur 133 cm groß, von grazilem Körperbau und hatte eine fliederfarbene Haut. Auf ihrem haarlosen Kopf befand sich ein kleiner weißer Federkamm. Die beiden Knopfaugen standen weit auseinander, waren von schwarzer Farbe und unabhängig voneinander beweglich.

Ihre Stimme war hell, der Tonfall leicht singend, und manchmal verfiel sie sogar in zwitschernd klingende Laute.

Sie bekleidete sich gern mit einer eng anliegenden silbernen Raumkombination. Anscheinend fühlte sie sich bei einer Schwerkraft von 1,5 Gravo am wohlsten.

Charakterisierung

Anlytha war  Wikipedia-logo.pngkleptomanisch veranlagt; sie konnte kaum jemals widerstehen, kleinere fremde Besitztümer an sich zu bringen und zu sammeln. Dabei war es ihr egal, welche Funktion diese Gegenstände besaßen – für sie waren sie wertvolle »Beute«.

Sie konnte schnell fremde Sprachen erlernen und war sehr an Kunst interessiert. Durch einen Unfall erlitt sie eine schwere Kopfverletzung, nach der Genesung hatte sie keinerlei Erinnerungen mehr an die Zeit davor. Sie wusste nur noch ihren Namen, aber nicht den Namen ihres Volkes oder Heimatplaneten. Ihre Fähigkeiten (z. B. das Verständnis über die Raumfahrt) waren aber latent vorhanden und wurden von ihr unbewusst genutzt.

Wenn es dem Zweck diente, konnte sie anderen den Himmel herunter lügen, ohne dabei auch nur die geringsten Gewissensbisse zu verspüren, was ihrem wahrheitsliebenden mathonischen Partner oft aus so manch unangenehmer Situation heraus half.

Fähigkeit

Anlytha war parabegabt; sie konnte Illusionen erzeugen. Wenn sie den zu beeinflussenden Lebewesen nah genug war, konnte sie sogar vielen von ihnen gleichzeitig völlig unterschiedliche Illusionen vorgaukeln. Diese Fähigkeit benutzte sie meist, um bei ihren kleptomanischen Beutezügen ihre Opfer abzulenken.

Schatzkammer

Die Kleptomanin konnte sich im Laufe ihrer Abenteuer eine richtige Schatzkammer an Beutegut anlegen. Manchmal fand das in den ihr zur Verfügung stehenden Räumen kaum mehr Platz. Anlytha konzentrierte sich bei ihren Beutezügen in erster Linie auf kristallin schimmernde, oder aus Edelmetall zu bestehen scheinende Objekte kleineren Formats. Sie entwendete oder barg aber auch völlig andere Objekte, von denen sie oftmals gar keine Ahnung hatte, welchen Zweck sie hatten.

Eine Auswahl aus Anlythas Schatzkammer:

Geschichte

Der Unfall

Anlytha wurde im Jahre 8020 v. Chr. von Algonkin-Yatta aus einem havarierten Kleinraumschiff gerettet. Sie hatte dabei eine schwere Kopfverletzung erlitten und wurde daher an Bord des Kundschafterschiffes gebracht, wo ihre Gesundheit wieder hergestellt werden konnte. Allerdings blieb eine umfassende  Wikipedia-logo.pngAmnesie zurück, die auch im Laufe der Zeit nicht verschwand. Fortan begleitete sie Algonkin-Yatta auf seinem Kundschafterkurs durch die Galaxis.

Die Suche nach dem Kristallprinzen

Einige Zeit nach ihrer Rettung erfuhr ihr Gefährte vom Schicksal des Kristallprinzen Atlan und beschloss, ihn zu suchen, um ihn persönlich kennen zu lernen. Einem Hinweis nachgehend, gelangten sie in das Urptra-System, wo sie von Maahks verhört und anschließend auf dem Mond Chanetra zu den dort gefangen gehaltenen Arkoniden gesteckt wurden. Sofort beschlossen sie, die Gefangenen zu befreien, um dieses Unrecht zu beseitigen. Von Assylia von Brogaaze erhielt Anlytha wichtige Informationen, sodass der Kundschafter einen Ausbruchsplan fassen konnte. Während sich der Zweisonnenträger Khoruna Skapron mit 200 kampferprobten Arkoniden bereit hielt, erzeugte Anlytha – unterstützt von der Psiotronik des Kundschafterschiffes – Illusionen, die ihre Bewacher außer Gefecht setzten und auch die Mannschaft eines eben erst gelandeten Maahkraumschiffes verwirrten. Durch Skaprons Eingreifen konnten sie ihre Bewacher endgültig ausschalten, das Raumschiff übernehmen und das Urptra-System mit den mehr als 2200 Gefangenen verlassen. (Atlan 275)

Skaprons Hinweisen folgend, gelangten sie über Kaeflivar (Atlan 276) im Jahre 10.500 da Ark in die Nähe des Flottenstützpunkts Travnor, wo Anlytha in den Trümmern des zerstörten Ersten Wechton auf Beutezug ging. Sie wurde von Etzak gestört, einem hinterlistigen arkonidischen Händler, der sie zu sich in die ETZKOLTAN einlud, um Namen und Position ihres Heimatplaneten zu erfahren. Denn er hatte sofort ein Geschäft mit exotischen Sklavinnen gewittert.

Selbstverständlich gestaltete sich der Besuch auf dem Händlerschiff als kleptomanischer Beutezug. In einem Moment, in welchem Skulish meinte, eine betörend schöne junge Frau vor sich zu sehen, entwendete ihm Anlytha seine kostbare Kette, die er um den Hals trug. Diese Amtskette war für den Arkoniden von größter Wichtigkeit. Einem Mediziner, der die Kette verlor, wurde von seinen Patienten kein Vertrauen mehr entgegengebracht. Die Ärztekammer auf Arkon sorgte nur in dem Fall für Ersatz, wenn der Mediziner zweifelsfrei nachweisen konnte, dass ihm die Kette ohne eigenes Verschulden abhanden gekommen war.

Anlytha erzählte den Händlern unter dem Einfluss der Wahrheitsdroge Ablothyl, eine haarsträubende Geschichte von ihrer angeblichen paradiesischen Heimatwelt »Haylay« und den gewaltigen Industrieanlagen auf den drei Monden, die für den Wohlstand der Bewohner sorgten. Anlytha schlief auf dem Tisch ein. Durch ihre psionischen Fähigkeiten erlebten die Besatzungsmitglieder der ETZKOLTAN die Träume Anlythas mit, wobei sie herumwanderten und unverständliche Laute von sich gaben. Algonkin-Yatta hob seine Gefährtin auf und brachte sie zurück an Bord des Kundschafterschiffes. Die Arkoniden leisteten keine Gegenwehr.

Das Kundschafterschiff flog Richtung Thantur-Lok weiter, wo sie am Rand des Kugelsternhaufens zu einem Orientierungsmanöver in den Normalraum zurückkehrten. Sofort wurde Anlytha von einer mentalen Strömung erfasst, die sie in äußerste Erregung versetzte. Die Strömung ging vom Planeten Kaahlzoch aus. Algonkin-Yatta änderte widerwillig den Kurs und flog diese Welt an. (Atlan 289)

Gefährliche Insekten

Kaum dass sie gelandet waren, wurden sie von abertausend handlangen Insekten angegriffen, die Anlytha mit ihrer Parafähigkeit abwehren konnte. Nahe der Khamaat-Barriere trafen Anlytha und ihre Begleiter auf Toolgrek, einen völlig friedfertigen Nachkommen gestrandeter Maahks. Sie erfuhren, dass sein Volk von M-Kschadoors unterjocht wurde und deren Insektenkönigin völlig wehrlos ausgesetzt waren.

Algonkin-Yatta drang in das Raumschiff des Insektenvolks ein, wurde aber durch ein Nervengas außer Gefecht gesetzt. Anlytha gelang es mit Skaprons Hilfe, die Psiotronik zu überreden, dem Kundschafter zu helfen, indem sie ihr einredeten, Algonkin-Yatta würde ihr befehlen, die Königin aus ihrem Schiff zu teleportieren, aber da er gefangen war, könne er dies nicht tun. Daher würde der Befehl sozusagen unausgesprochen bestehen und hätte ebenfalls Gültigkeit. Mit diesem Argument konnte sie sogar diesen hochwertigen Computer austricksen und den Mathoner befreien lassen. Danach konnte ein Friede zwischen den Maahk-Nachkommen und den Insekten ausgehandelt werden. Von der Königin erfuhren sie, dass Atlan auf Xuura gewesen war, den Planeten aber mit unbekanntem Ziel verlassen hätte. Skaprons Vorschlag, das Dubnayor-System aufzusuchen, wurde in die Tat umgesetzt. (Atlan 289)

Piraten

In den Peripheriegebieten des Dubnayor-Systems wurde ein kleines Kurierboot geortet, das sich schnell von Fahmi entfernte. Das Kundschafterschiff wurde auf der Oberfläche des Asteroiden verankert. Anlytha, Algonkin-Yatta und Khoruna Skapron versuchten, durch Stollen in das Innere von Fahmi einzudringen. Geröllmassen, die die Gänge verstopften, versperrten ihnen jedoch den Weg. Die Psiotronik holte mit dem Fiktivtransmitter Orega Turketter an Bord des Kundschafterschiffes. Mit ihren Fähigkeiten gaukelte Anlytha dem Piraten vor, Sternengöttern gegenüberzustehen.

Während des Kampfes mit einem kleinen Schiff der Piraten vernachlässigte Anlytha die Kontrolle über Orega Turketter. Der Pirat entriss Skapron die Strahlwaffe und bedrohte Anlytha.

Durch das Eintreffen von elf Schiffen der Systemflotte und einen Dialog mit der Psiotronik wurde Turketters Aufmerksamkeit abgelenkt. Während Anlytha ihre Psi-Kräfte einsetzte, entwaffnete Algonkin-Yatta den Piraten. Khoruna Skapron erschoss Orega Turketter. (Atlan 290)

Die Zeitkapsel

Beim Interdimensionsflug aus dem Dubnayor-System wurde das Kundschafterschiff in einen sechsdimensionalen energetischen Strudel gerissen, wodurch Schäden an Schiff und Besatzung entstanden. Anlytha fing Gedanken von Algonkin-Yatta auf, die ihr von der Liebe des Mathoners berichteten, die er für seine Gefährtin empfand.

Während sich Algonkin-Yatta an Bord der aufgetauchten Zeitkapsel begab und eine Reise in die Vergangenheit antrat, blieben Anlytha und Skapron im Kundschafterschiff zurück.

Nach etwa einer Stunde tauchte die Zeitkapsel wieder auf und wurde in einen Hangar des Kundschafterschiffes eingeschleust. (Atlan 290)

...

Danach verschlug es sie durch Raum und Zeit. Sie gelangte aus dem Jahr 8020 v. Chr. ins Jahr 2648, 1149, in das 2. Jahrhundert und sogar in die Zeit vor der Entstehung der Hohen Mächte, circa 10 Mrd. v. Chr. Mit ihrer Fähigkeit leistete sie Algonkin-Yatta oft wertvolle Dienste, verursachte damit aber auch immer wieder Probleme.

Quellen

Atlan 275, Atlan 276, Atlan 289, Atlan 290, Atlan 333, Atlan 334, Atlan 361, Atlan 362, Atlan 364, Atlan 375, Atlan 376, Atlan 395, Atlan 396, Atlan 416, Atlan 417, Atlan 434, Atlan 435