Kummerog

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Kummerog war ein Mutant aus dem Volk der Cantrell. Von diesen wurde er wegen schwerer Verbrechen in der Galaxie Bröhnder ausgesetzt, wo er seine Verbrechen als Piratenkapitän fortsetzte.

Sein Raumschiff war das Keilraumschiff CANT und seine Piratenbande nannten sich Die Mörder von Bröhnder.

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Heft: PR 1810
© Perry Rhodan KG, Rastatt
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Heft: PR 1806
© Perry Rhodan KG, Rastatt
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An Bord der GORDIGAL  Kummerog
Heft: PR 1810 – Innenillustration 1
© Perry Rhodan KG, Rastatt

Erscheinungsbild

Kummerog war humanoid und etwa 1,55 m groß. Seine ganze Haut sah rau aus und war von Rissen durchzogen. Seine Gesichtspartie wurde von einem runden Mund dominiert, aus dem spitze Reißzähne hervorragten. An den Händen besaß er je zwei Finger und zwei Daumen.

Auch wenn er halbnackt umherlief, so trug er doch immer seine Gürtel. Dabei hatte er sich drei Gürtel quer um die Bauchpartie geschlungen. In ihnen bewahrte er verschiedenste Gerätschaften und Waffen auf: einen Desintegrator, einen Paralysator, Sprengsätze, ein kybernetisches Kommunikationsmodul, Spionsonden und vieles mehr.

Kummerog häutete sich im Abstand von mehreren Wochen regelmäßig. Mit diesen Häutungen konnte er einerseits auch schwerste Gliedmaßenverletzungen ausheilen lassen (z. B. Verlust einer Hand), andererseits blieben diese Häute lebendig und betrachteten ihn als ihren Meister, wobei der geistige Kontakt zu ihm aufrecht erhalten wurde.

Charakterisierung

Kummerog war ein skrupel- und gewissenloser Mörder. Er war zwar außerdem hochintelligent und lernfähig, aber durch seine Selbstverliebtheit hat er sich auch oft überschätzt.

Kummerog war nicht nur ziemlich charismatisch, trotz seines abstoßenden Äußeren, er war auch ein Mutant. Er war in der Lage, seine Haut abzustreifen. Diese Häute konnten sich in begrenztem Maß selbst bewegen, benötigten aber einen Wirt, der sie trug und ernährte. Über diese Häute war es Kummerog möglich, Leute nach Art eines Hypnos zu beeinflussen.

Die Häute betrachteten Kummerog als ihren unfehlbaren Meister. Es gab unter ihnen eine strenge Rangordnung, für den Fall, dass der Meister länger abwesend war. In diesem Fall hatte die jüngste Haut das Kommando, da sie über das aktuellste Wissen Kummerogs verfügte.

Wegen seiner Skrupellosigkeit hatte Kummerog kein Interesse daran, dass seine Piratenmannschaft sich irgendwann gegen ihn wenden würde. Also übernahm er mit seinen Häuten die vier wichtigsten Offiziere. Die Mannschaft wusste davon nichts.

Geschichte

Die Mörder von Bröhnder

Kummerog war ein Mutant aus dem Volk der Cantrell und wurde von diesen wegen unbekannter Verbrechen in der Galaxie Bröhnder ausgesetzt. Dort wurde er zum Raumpiraten und stieg wegen seiner Intelligenz zum Kapitän auf. Er gründete die Mörder von Bröhnder. Selbst sein Raumschiff, die CANT, war gestohlen. Bei seinem Stützpunkt, dem Asteroiden Klinker handelte es sich vermutlich um ein vergessenes Depot, das er wiederentdeckte.

Die Mörder von Bröhnder stiegen schnell zur brutalsten, fähigsten und gerissensten Piratenbande von ganz Bröhnder auf. Trotz ihrer Fähigkeiten im Kampf legten sie aber keinen großen Wert auf ihre Ausrüstung. Die CANT und Asteroid Klinke waren normalerweise zugemüllt, und die Gänge mit Essensresten verdreckt.

Arsenal der Macht

Eines Tages fand Kummerog auf einem Streifzug mit der CANT ein im All treibendes Raumschiff. Es sah aus wie eine Spindel, an deren Bug man einen Querbalken befestigt hatte. Kummerog ging an Bord und war sofort vom hohen technischen Niveau beeindruckt. Schließlich fand er ein sterbendes Wesen, den Vierten Boten von Thoregon, einen Nonggo. Dieser übergab ihm sein Passantum und erteilte ihm den Auftrag, sich zum Arsenal der Macht zu begeben. An dessen Zentralrechner sollte er folgende Botschaft weiterreichen: Goedda wurde aufgeweckt und auf die Reise geschickt. Dann starb das Wesen.

Kummerog fand, dass der Name Arsenal der Macht sehr vielversprechend klang und brach bald dorthin auf. Das Passantum lotste ihn in den Leerraum zwischen den Galaxien Bröhnder und Troutt. Dort fand er hinter einem Tarnschirm eine riesige Raumstation, die im Hyperspektrum wie eine blaue Riesensonne strahlte. Dank des Passantums konnte er in einen der Hangars einfliegen.

An Bord des Arsenals betrachtete Kummerog die in verschiedenen Nischen angebotenen Miniaturen anfangs mit Misstrauen. Lediglich einen 30 Zentimeter langen bohrkopfähnlichen Stift nahm er mit, der als programmierbare Zeitmaschine bezeichnet wurde. Schon verärgert wegen der nicht vorgefundenen Schätze, aktivierte er in einer Nische eine Miniatur in der Annahme, es handele sich um ein großes Feuerwerk. Der Cantrell musste allerdings feststellen, dass er einen Atombrand in den meisten Bereichen des Arsenals entfesselt hatte, welcher ihm auch den Rückweg zu seinem Raumschiff versperrte. Auf der Flucht vor dem Feuer erreichte Kummerog schließlich den Pilzdom im Arsenal, welcher durch das Passantum für ihn zugänglich wurde. Durch den Dom kam er auf die »Brücke in die Unendlichkeit«.

Auf der Brücke angekommen, musste der Pirat vom Passantum erfahren, dass dies ein verbotener Bereich sei und der Durchgang dorthin von außen aktiviert werden müsse. Es zeigte sich jedoch, dass sich am anderen Ende der Brücke der entsprechende Pilzdom unter der Erde von Trokan befand, einer zu diesem Zeitpunkt leblosen Welt. Das Passantum entzog Kummerog aufgrund des Betretens des verbotenen Bereiches den Status als berechtigter Träger und forderte, dass er das Armband ablegt. Der Cantrell ignorierte diese Forderung und kurz darauf glühte das Passantum auf, was zur Abtrennung der Hand führte. Nachdem das Armband auf den Boden gefallen war, formte es sich in ein circa fünf Zentimeter durchmessendes Ei um.

Der Möglichkeit beraubt, die Brücke verlassen zu können, sah Kummerog seine Chance in der mitgenommenen Zeitmaschine. Er ließ das Objekt sich bis auf eine Größe von 50 Zentimetern vergrößern und steckte das eiförmige Passantum und seine abgetrennte Hand hinein. Gleichzeitig trug er dem Bohrkopf auf, sich auf der leblosen Welt zur maximalen Größe auszudehnen und ein Zeitrafferfeld mit der höchsten Einstellung von 3,7012 Millionen zu errichten. Seine abgetrennte Hand sollte dabei als organische Grundsubstanz dienen, die eine Evolution von höherentwickeltem Leben ermöglichen sollte. Diese Evolution sollte von der Maschine dahingehend beeinflusst werden, dass die intelligenten Wesen, die entstehen, ihn als Gottheit ansehen und den Pilzdom für ihn öffnen, sobald sie weit genug entwickelt waren. Als Maßstab für diese Entwicklung sah Kummerog den Empfang fünfdimensionaler Impulse, bei deren Empfang das Zeitrafferfeld ausgeschaltet werden und der Pilzdom an die Oberfläche gelangen sollte. Nachdem die als Programm Kummerog bezeichnete Programmierung abgeschlossen war, warf der Pirat die Zeitmaschine durch den Durchgang.

Er ging davon aus, dass es um die 300 Millionen Jahre bis zur Entwicklung einer weit genug fortgeschrittenen Kultur dauern würde, was für ihn etwa 100 Jahre Realzeit bedeutete. Während Kummerog sich deshalb selbst in einen biologischen Tiefschlaf versetzte, konnte sein Sklave Yonkanrog den Atombrand im Arsenal aufhalten.

Solsystem

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Über Camelot
Heft: PR 1812 – Innenillustration
© Perry Rhodan KG, Rastatt
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Bruno Drenderbaum
Heft: PR 1807
© Perry Rhodan KG, Rastatt

Als am 28. Oktober 1288 NGZ Perry Rhodan, Reginald Bull und Alaska Saedelaere in den Pilzdom auf Trokan im Solsystem eindrangen, fiel Kummerog bewusstlos aus dem Dom und wurde nach Mimas gebracht. Nachdem er wieder bei Bewusstsein war, erzählte er dem LFT-Kommissar Cistolo Khan, Bruno Drenderbaum und Myles Kantor, dass er ein Schiffbrüchiger sei, den es durch widrige Umstände nach Trokan verschlagen habe.

Kummerog gelang es schließlich, Drenderbaum mit einer seiner Häute zu versehen und mit einer Space-Jet von Mimas zu fliehen. Mit Hilfe des Walzenraumers PRETTY PLAID, die von einem guten Freund Drenderbaums kommandiert wird, konnten sie das Solsystem verlassen.

Auf der Flucht

Nahe dem galaktischen Zentrum wurde die Space-Jet mit Kummerog und Drenderbaum wieder ausgeschleust, und der Cantrell zerstörte die PRETTY PLAID, um seine Spur zu verwischen. An Bord der BASIS über Stiftermann III nahmen die beiden Flüchtlinge am 20. Dezember 1288 NGZ die Plätze der Terraner Andro Felsch und Simon Dury ein, welche gerade die Aufnahmetest für Camelot bestanden und entsprechende Passagechips erhalten hatten.

Auf Camelot täuschten Kummerog und Drenderbaum den Absturz der Space-Jet und den Tod von Felsch und Dury vor. Sie versteckten sich in der Wildnis bei dem geistig verwirrten Vater der Sicherheitstechnikerin Dorothea Ringent. Mit ihrem Vater als Geisel konnten die beiden Flüchtlinge Dorothea Ringent erpressen, ihnen Unterlagen über die Sicherheitseinrichtungen Camelots zu besorgen. Darüber hinaus zwang Kummerog Thea zu einem Studium der Astrophysik, was ihr die Nutzung des Hyperraum-Resonators ermöglichte, um für ihn die Position von Bröhnder ausfindig zu machen. Nach einiger Zeit hatte sie mit Hilfe des Siganesen David Golgar Erfolg (NGC 1313), konnte ihm aber gleichzeitig heimlich einen Hinweis auf ihre Zwangslage geben. Der Siganese informierte seinerseits Atlan und Myles Kantor.

Tod auf Camelot

Der Cantrell plante nun, sich des Arkoniden Atlan durch eine neue Haut zu bemächtigen und so zur GILGAMESCH zu gelangen, die er für den Flug nach NGC 1313 vorgesehen hatte. Er ließ Dorothea einen Shift beschaffen und Atlan unter einem Vorwand zu dem Ringent-Haus locken. Der Arkonide war sich bewusst, dass es sich hierbei um eine Falle Kummerogs handelte, dennoch betrat er ohne SERUN das Haus. Sofort hüllte ihn die neue Haut des Cantrells ein.

Scheinbar vollständig unter dem Einfluss der Haut flog Atlan mit Kummerog, Drenderbaum, Dorothea und Rudy Ringent in dem Shift zur GILGAMESCH. An Bord des Shifts hatte sich David Golgar versteckt. Als sie den Hangar der MERLIN erreichten, wurde dieser von Drenderbaum entdeckt. Es kam zu einer Schießerei, in dessen Verlauf sich der Terraner schützend vor Kummerog stellte und durch den Siganesen erschossen wurde. Kurz darauf erkannte der Cantrell, dass die neue Haut bei Atlan abstirbt, was auf den Zellaktivator zurückzuführen war. Als er den Arkoniden töten wollte, wurde er von Sicherheitskräften der GILGAMESCH erschossen.

Quellen

PR 1806, PR 1807, PR 1810, PR 1812, PR 1822