Flucht ins Verderben

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Überblick
Serie: Perry Rhodan Neo (Band 90)
Neo090.jpg
© Heinrich Bauer Verlag KG
Zyklus: Kampfzone Erde
Titel: Flucht ins Verderben
Autor: Rainer Schorm
Titelbildzeichner: Dirk Schulz / Horst Gotta
Erstmals erschienen: Freitag, 27. Februar 2015
Handlungszeitraum: 4.–8. Januar 2038, vor 10.000 Jahren, 20312035
Handlungsort: Mars, MEHIS, CAITAN, ...
Zusätzliche Formate: E-Book, Hörbuch
Leseprobe: Leseprobe.png © Heinrich Bauer Verlag KG
Hörprobe: Hörprobe.png © Eins A Medien GmbH, Köln

Kurz­zusammen­fassung

John Marshall und seine Gefährten, die auf dem Mars nach Spuren der Goldenen suchten, sind fündig geworden. Ein früherer Helfer Pranav Ketars will ihnen den Weg weisen. Dazu müssen sie den Mars verlassen.

Gucky, der seit der Vergiftung durch den Ring des toten Goldenen schweres Fieber hat, wird in seinen Träumen zurück in seine Vergangenheit geworfen.

Handlung

Flucht vom Mars

Seit seiner Trennung von seinen Gefährten wird John Marshall bei Tunnelarbeiten im Valles Marineris auf dem Mars eingesetzt. Nach einem schweren Unfall seines Vorarbeiters Bartholomew Cranston ruft er die Ärztin von Camp Moas Mitte, Helen Crawford, zu Hilfe. Ein Tunneleinsturz schneidet auch sie von Marshall ab. Er kann sie nur aus dem Bereich wandernder Desintegratorfelder holen, weil er seine Paragabe des Parallelwanderns einsetzt. Dadurch gerät er ihr gegenüber in Erklärungsnot. Noch benommen, hat sie doch den ungewöhnlichen Vorgang bemerkt. Gerade als sich der Mutant erklären will, wird sein Bewusstsein unwiderstehlich aus seinem Körper gerissen. Er findet sich zwischen seinen Mitstreitern Betty Toufry, Sue Mirafiore und Gucky wieder. Er selbst steckt im Körper Sid González', der offenbar seine Gabe der Bewusstseinsteleportation auf John angewendet hat. Wie sich herausstellt, sind seine Freunde zurück im Camp Moas. Was er sieht, macht ihn betroffen. Gucky fiebert und kämpft um sein Leben. Sue Mirafiore, die Bio-Stabilisiererin, versucht den Ilt am Leben zu halten. Sie ist am Ende ihrer Kräfte. Jetzt kann nur noch die Camp-Ärztin helfen. Die kann Gucky stabilisieren und sie erwartet Erklärungen. Die Mutanten und ihre neuen Bekannten aus dem Sleipnir, Margret Baldursdóttir, Petr Samson und Doktor Ambani, berichten von ihren Erlebnissen in der Tharsis-Region: Von der Marsianerin Amber Hainu (ein durch Marsviren infizierter und mutierter früherer Mensch) sowie von Guckys Entdeckung des toten Goldenen und dessen Ring, der dem Ring Sergh da Teffrons ähnelt. Daran hat sich der Mausbiber vergiftet. Schließlich erzählen sie noch vom Lazan Lee Va Tii, der durch die geologische Aktivität des Mars, ausgelöst vom Arkonforming der Arkoniden, aus seinem Gefängnis befreit wurde, den Mausbiber vor dem Feuertod rettete und jetzt den Weg zur Allianz weisen will. Die hatte die Lazan und die Santor hintergangen. Wenn das schon Neuigkeiten für John Marshall sind, dann erst recht für Helen Crawford, die gerade eben die Existenz von Mutanten verarbeiten musste, als sich der uralte, fremdartige Lazan zeigt. Jetzt, da die Spur gefunden ist, stellt sich ein neues Problem. Wie können die Mutanten um John Marshall den Mars verlassen und die Goldenen erreichen? Eine Anfrage an Free Mars bringt eine Enttäuschung. Die wollen nicht helfen, sie drohen sogar mit Widerstand gegen das Vorhaben der Mutanten, sollten die ein Raumschiff stehlen, vielleicht noch mit Opfern unter den Arkoniden. Reekha Chetzkel warte nur darauf, ein Exempel an den Terranern zu statuieren. Das Interesse Vieler könne nicht gegen das Interesse Weniger eingetauscht werden, begründet Free Mars die Absage. Glücklicherweise kann Helen Crawford einen Ausweg anbieten. Der Frachter MEHIS soll Equipment zum Jupitermond Europa schaffen. Von dort soll das Wasser für die Belebung des Mars kommen.

Helen Crawford gelingt es, die Mutanten, Gucky und einen Teil der Slejpnir-Besatzung, die ihrer Kommandantin Margret Baldursdóttir ergeben ist, an Bord zu bringen. Sie tauscht die für den Flug vorgesehenen Häftlinge gegen sie aus. Da die menschliche Medizinerin einen solchen Austausch nicht selbstständig anordnen kann, verschafft die Tarnerin Betty Toufry der Aktion die Legitimation von hoher Stelle. Sie täuscht dem arkonidischen Wachmann den Ara Eraft vor, an dessen statt sie den Austausch autorisiert. Auch der Lazan hat es unbemerkt an Bord des Schiffes geschafft. Der Plan ist, die MEHIS nach der obligatorischen Flugstatusmeldung an die arkonidische Leitzentrale am Transferpunkt zwischen Mars und Jupiter zu kapern. Das Schiff ist nur spärlich besetzt und hat keine Soldaten an Bord. Ein aussichtsreiches Unterfangen, wenn nicht das schlechte Timing der Ausführung wäre. Der Transferpunkt ist im Wikipedia-logo.pngLagrangepunkt 5 und somit in einem Punkt gesetzt, wo sich Asteroiden halten. Der Kommandant des Schiffes kann wegen der Sabotage der Orter und Taster keine stabile Position mehr erreichen. Die MEHIS wird von einem Mars-Trojaner schwer getroffen. Die Saboteure selbst verlieren einige Mitstreiter, darunter Margaret Baldursdóttir, Samson und Dr. Ambani, der Gucky noch rechtzeitig in Sicherheit bringen konnte. Weil er die Unmengen an Energie absorbieren kann, verhindert der Lazan das Durchgehen der Reaktoren, bevor er selbst verschwindet. Mit letzter Kraft und mit den Paragaben von John Marshall, Betty Toufry und Sid González überwältigen die übriggebliebenen Marsflüchtlinge die letzten in der Zentrale diensttuenden Besatzungsmitglieder. Zu allem Unglück kommt ein Ruf der AGEDEN herein, die nach dem Rechten sehen will. Es bleibt nur die Flucht durch eine Nottransition, die der MEHIS den Rest gibt. Wenn jetzt kein Wunder geschieht, ist alles verloren, Schiff, Besatzung und Flüchtlinge. Das Wunder geschieht, anders als erhofft, in Form eines Spindelschiffs der Fantan. Die haben den letzten verzweifelten Notruf empfangen und kommen nun, um Besun zu ergattern. Nur mit einem Stöhnen kann Sid González den alten Bekannten begrüßen, der der Kommandant des Fantanraumers ist. Set-Yandar durchschreitet die MEHIS und sammelt sein verlorengegangenes Besun ein. Sid, Sue und zu seiner größten Freude, Gucky.

Guckys Fieberträume

Vor 10.000 Jahren sind die Ilts von Kedhassan geflohen. Mit der eroberten PESKAR vernichteten sie den Weltenspalter der Arkoniden, woraufhin Admiral da Shavino den Orgh half, die Mutanten wieder einzufangen. Seit ungefähr zehn Jahren sind die Ilts wieder in der Gefangenschaft der Insektoiden. Seitdem werden sie in dem ehemaligen tainanischen Raumschiff CAITAN festgehalten. Eine kleine Gruppe ungeduldiger junger Mausbiber, die Frimosch, schmieden einen Fluchtplan. Einer von ihnen mit Namen Gucky will sich als Anführer hervortun. Seine Kameraden Grir, Mokk, Sidi und Gumf bilden einen Parablock, um Gucky zu unterstützen. Nur das Wohlwollen eines merkwürdigen von den anderen Insektoiden gemiedenen Orgh, Cromm-000, und die Umsicht seines weisen, hochgeachteten Vaters Plofre verhindern das Schlimmste. Beide halten die Jungilts auf, bevor diese in einem Energieschirm verglühen. Immer wieder geraten Plofre und sein Sohn aneinander. Die Bedächtigkeit seines Vaters bringt Gucky auf die Palme. Nachdenklich wird er, als er vom Vater erfährt, dass sich seine Mutter Sata für ihn geopfert hat, damit er und Plofre aus der Folterhaft der Goldenen, insbesondere vor der Quälerei eines Pranav Ketar, fliehen konnten. Plötzlich taucht ein fremdes Raumschiff wie aus dem Nichts auf. Carfesch, der Kommandant der Kobaltblauen Walze, stellt sich als Bote von ES, einer Superintelligenz, vor. Er bietet den Orgh an, sie ziehen zu lassen, wenn sie die Ilts freigeben. Sie hätten zwar den Arkoniden gedient und Grausamkeiten an den Mausbibern verübt, aber die Arkoniden seien eine vorübergehende Erscheinung, unbedeutend im Ringen. Den Ilts aber will ES sicheres Geleit und Heimat bieten. Die Orgh gehen auf das Angebot ein. Nur Plofre ist misstrauisch. Er fasst den Plan, mit zweihundert Ilts in der CAITAN zu fliehen. Die andere sollen in die Obhut von ES entlassen werden. Die technische Überlegenheit der Walze Carfeschs, für die selbst Schutzschirme kein Hindernis darstellen, würde eine Flucht von zweitausend nicht zulassen. Die meisten Mitstreiter Plofres ziehen sich in die Kälteschlafliegen zurück, um die Paraenergie der Mutanten zu minimieren. Offenbar hatte die geballte Paraenergie des Blocks um Gucky den Boten auf die Ilts aufmerksam gemacht. Kaum hat Carfesch die anderen Ilts auf sein Schiff geholt, nimmt die CAITAN Anlauf zur Transition. Genügend Zeit für ES' Gesandten, mit einer schutzschirmdurchdringenden Transportblase auch nach unwilligen Mutanten zu greifen. Offenbar hat Plofre Recht. Ein Nein der Ilts würde ES nicht akzeptieren. Nach einem Sprung über die Maximaldistanz scheint die Flucht gelungen. Cromm-00, inzwischen ein Freund von Gucky und durch dessen Fürsprache mit an Bord, ortet einen bewohnbaren Planeten. Die paradiesische Welt wird zwar gleich auf den Namen Tramp getauft. Plofre befiehlt aber den sofortigen Kälteschlaf. Alle Anzeichen von Paraenergie müssen verwischt werden.

Nach 10.000 Jahren Kälteschlaf, 2031 irdischer Zeitrechnung, nehmen die Ilts den Planeten in Besitz. Er verspricht ein sicherer Ort für sie zu werden. Nur die Animositäten zwischen Plofre und Gucky bleiben. Der Vater fordert seinen Sohn auf, seine Gaben zu trainieren. Cromm-00, Berater Guckys, bestärkt ihn, dem Vater zu folgen. Nach geraumer Zeit will Gucky dem Vater seine Fortschritte beweisen. Wieder überredet er seine Freunde, einen Parablock zu bilden, der seine schon enormen Kräfte verstärken soll. Er musiziert mit dem Kleinen Sänger, dem Mond dieser Welt, der mit großer Geschwindigkeit, die Atmosphäre des Planeten berührend, über den Himmel zieht und dabei Töne von sich gibt. Durch Telekinese verschiebt er die Umlaufbahn des Mondes und erzeugt eine Melodie. Erschöpft von der eitlen Demonstration seines Könnens, sieht er in Plofres verzweifeltes Gesicht. Die eilige Evakuierung der Mausbiber ist fast abgeschlossen, als das Unheil über sie hereinbricht. Ringschiffe tauchen auf. Die speien Echsen aus, angeführt von einem Goldenen, die die Ilts erbarmungslos töten. Gucky, der sich rechtzeitig durch Teleportation auf den Kleinen Sänger retten konnte, kehrt nach dem Massaker zurück. Er geht zu den Unterkünften, in denen er und seine Freunde, die Frimosch, gelebt haben. Dort findet er die beiden letzten Überlebenden. Mokk und Cromm-00 kämpfen gegeneinander. Mokk stirbt. Auf die Frage, warum Cromm-00 das getan hat, erfährt Gucky, dass Cromm »Mörder« bedeutet. Dessen Psychose war der Grund der Isolation von der Orgh-Gemeinschaft. Jedoch war die Bereicherung des Shafts durch neue Perspektiven wichtiger als die potentiellen Opfer Cromms. So wurde er auf der CAITAN vom Orghshaft nur abgesondert. Der Auslöser, der Cromms Mordlust wieder aktivierte, war der Massenmord an den Ilts. Gucky tötet Cromm-00. Er begräbt seine toten Landleute und auch Cromm. Resigniert und gleichgültig, sich bewusst, dass er den Tod in zweifacher Weise gerufen hat, erwartet er seinen eigenen. Doch er hat die Rechnung ohne die fremdartigen Besucher gemacht, die den Planeten aufsuchen. Einer von ihnen ist besonders aufgeregt, als er Gucky erblickt und Besun ruft.